Sichere Passwörter erstellen und merken
Wie Sie starke Passwörter erstellen, die Hacker nicht knacken können – und wie Sie sich diese mit der einfachen Satz-Methode leicht merken können.
Ein gutes Passwort ist wie ein starkes Schloss an Ihrer Haustür. Wenn es zu einfach ist, können Einbrecher (in diesem Fall Hacker) leicht eindringen und Ihre Daten stehlen oder auf Ihre Kosten einkaufen.
Die 4 goldenen Passwort-Regeln:
Die 4 goldenen Regeln für Passwörter
- Länge ist am wichtigsten: Ein Passwort sollte mindestens 12, besser noch 15 oder mehr Zeichen lang sein. Je länger, desto schwerer ist es für Computer zu knacken.
- Mischen Sie Zeichen: Verwenden Sie Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen (wie !, ?, #, $).
- Nutzen Sie ganze Sätze: Ein einzelnes Wort wie "Sommer2024" wird von Hackern in Millisekunden erraten. Ein ganzer Satz wie "IchTrinkeJedenMorgen2TassenKaffee!" ist hingegen extrem sicher, weil er sehr lang ist – und Sie können ihn sich trotzdem leicht merken.
- Für jeden Dienst ein eigenes Passwort: Das ist die wichtigste Regel! Wenn Sie überall dasselbe Passwort nutzen und Hacker es bei einem Dienst (z. B. einem Online-Shop) erbeuten, haben sie sofort auch Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto und alles andere.
Zwei Tricks, um sich Passwörter zu merken
Trick 1: Die Satz-Methode
Wie oben erwähnt: Denken Sie sich einen absurden oder lustigen Satz aus. Das Gehirn merkt sich Bilder und Geschichten viel besser als eine sinnlose Zeichenfolge.
"Meine Oma backt jeden Sonntag 3 Kuchen für uns!"
Sie können diesen Satz komplett als Passwort nehmen, inklusive der Leerzeichen! Ein Leerzeichen gilt für den Computer als Sonderzeichen:
Meine Oma backt jeden Sonntag 3 Kuchen für uns! (49 Zeichen lang – absolut unknackbar!).
Wichtig: Verwenden Sie nicht genau diesen Beispiel-Satz! Er steht hier öffentlich im Internet und wäre damit kein sicheres Passwort mehr. Denken Sie sich Ihren eigenen, persönlichen Satz aus – je verrückter und einzigartiger, desto besser.
Hinweis: Einige wenige (meist ältere) Websites erlauben leider keine Leerzeichen in Passwörtern. In diesem Fall lassen Sie die Leerzeichen einfach weg oder ersetzen sie durch Bindestriche.
Eine andere Variante: Sie nehmen nur die Anfangsbuchstaben: MObjS3Kfu! (Kürzer, aber schwerer zu tippen).
Die beste Lösung: Ein Passwort-Manager
Wenn Sie viele Konten im Internet haben (E-Mail, Online-Banking, Shopping, Streaming), stoßen Sie auch mit dem Satz-Trick irgendwann an Ihre Grenzen. Die beste und sicherste Lösung ist ein sogenannter Passwort-Manager.
Das ist ein Programm auf Ihrem Computer oder Smartphone, das wie ein digitaler Tresor funktioniert:
- Es merkt sich alle Ihre Passwörter.
- Es kann automatisch extrem sichere, zufällige Passwörter für Sie generieren.
- Sie müssen sich nur noch ein einziges Hauptpasswort (für den Tresor) merken.
Empfehlenswerte und kostenlose Passwort-Manager sind zum Beispiel Bitwarden oder der in Apple-Geräten integrierte iCloud-Schlüsselbund.
Zusätzlicher Schutz: Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
Wo immer es möglich ist (besonders bei E-Mail und Online-Banking), sollten Sie die "Zwei-Faktor-Authentifizierung" aktivieren. Das bedeutet, dass Sie beim Anmelden neben Ihrem Passwort noch einen zweiten Beweis brauchen – meistens einen Zahlencode, der Ihnen per SMS aufs Handy geschickt wird oder in einer speziellen App erscheint.
Selbst wenn ein Hacker Ihr Passwort stiehlt, kommt er ohne Ihr Handy nicht in Ihr Konto.
Erfahren Sie auch, wie Sie Betrug im Internet erkennen und worauf Sie beim Online-Banking achten sollten.
Kommen Sie trotzdem nicht weiter?
Kein Problem! Unsere freundlichen Technik-Kompliz:innen helfen Ihnen gerne persönlich weiter – direkt bei Ihnen zuhause oder per Fernhilfe.
Jetzt persönliche Hilfe anfragen