Betrug im Internet erkennen
Phishing-Mails, falsche SMS und Enkeltrick via WhatsApp: So erkennen Sie Online-Betrug frühzeitig und schützen sich vor finanziellen Schäden.
Betrüger im Internet werden immer raffinierter. Sie nutzen E-Mails, SMS und WhatsApp-Nachrichten, um an Ihr Geld oder Ihre persönlichen Daten zu kommen. Doch wenn man ihre Tricks kennt, kann man sich gut schützen.
1. Phishing-E-Mails (Der Köder)
Beim "Phishing" (abgeleitet vom englischen Wort für Angeln) versuchen Betrüger, Sie auf eine gefälschte Website zu locken, damit Sie dort Ihre Passwörter oder Bankdaten eingeben. Die E-Mails sehen oft täuschend echt aus, als kämen sie von Amazon, PayPal, DHL oder Ihrer Bank.
So erkennen Sie Phishing-Mails:
- Dringlichkeit und Drohungen: "Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt", "Letzte Mahnung", "Sie müssen sofort handeln". Betrüger wollen Sie unter Druck setzen, damit Sie unüberlegt klicken.
- Unpersönliche Anrede: "Sehr geehrter Kunde" statt Ihres echten Namens. (Aber Vorsicht: Manchmal kennen Betrüger auch Ihren Namen).
- Auffällige Absender-Adresse: Klicken Sie oben in der E-Mail auf den Namen des Absenders, um die echte E-Mail-Adresse zu sehen. Steht dort statt service@paypal.de etwas wie kunden-info-123@xyz-server.com, ist es Betrug.
- Grammatik- und Rechtschreibfehler: Viele Betrugs-Mails werden automatisch übersetzt und klingen holprig.
Die goldene Regel: Klicken Sie in solchen E-Mails niemals auf Links. Wenn Sie unsicher sind, tippen Sie die Adresse der Bank oder des Shops (z. B. www.paypal.de) selbst in Ihren Browser ein und loggen Sie sich dort ein, um nach Nachrichten zu sehen.
2. Die falsche Paket-SMS (Smishing)
Sie erhalten eine SMS: "Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Bitte klicken Sie hier, um die Zollgebühr (1,99 €) zu bezahlen."
Das ist eine sehr häufige Masche. Wenn Sie auf den Link klicken, landen Sie auf einer gefälschten Seite (z. B. im DHL-Look). Dort sollen Sie Ihre Kreditkartendaten eingeben. Tun Sie das nicht! Echte Paketdienste fordern niemals per SMS zu Zahlungen über einen Link auf.
3. Der Enkeltrick über WhatsApp
Eine Nachricht von einer unbekannten Nummer kommt über WhatsApp: "Hallo Mama / Hallo Oma, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer. Kannst du mir bitte schnell Geld überweisen, ich muss eine dringende Rechnung bezahlen?"
Das ist ein Betrugsversuch, der leider oft funktioniert, weil er an die Hilfsbereitschaft appelliert.
Was Sie tun sollten:
- Antworten Sie nicht auf die Nachricht.
- Rufen Sie Ihr Kind / Ihr Enkelkind auf der alten, Ihnen bekannten Nummer an. Meistens stellt sich dann sofort heraus, dass das alte Handy gar nicht kaputt ist.
- Überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Konten, nur weil Sie per WhatsApp darum gebeten werden.
4. Der falsche Microsoft-Mitarbeiter am Telefon
Jemand ruft an, spricht oft Englisch oder gebrochenes Deutsch und behauptet, er sei von Microsoft. Ihr Computer sei angeblich von Viren befallen und er müsse sich nun auf Ihren PC schalten, um ihn zu reparieren.
Legen Sie sofort auf! Microsoft ruft niemals unaufgefordert Kunden an. Wenn Sie den Anrufern Zugriff auf Ihren PC gewähren, stehlen sie Ihre Daten oder sperren den Computer, um Lösegeld zu erpressen.
Zusammenfassung: Im Zweifel immer nachfragen
Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt: Lassen Sie sich Zeit. Sprechen Sie mit Familie, Freunden oder Bekannten darüber, bevor Sie auf Links klicken, Daten eingeben oder Geld überweisen.
Schützen Sie sich zusätzlich mit sicheren Passwörtern und beachten Sie unsere Tipps zur Sicherheit beim Online-Banking.
Kommen Sie trotzdem nicht weiter?
Kein Problem! Unsere freundlichen Technik-Kompliz:innen helfen Ihnen gerne persönlich weiter – direkt bei Ihnen zuhause oder per Fernhilfe.
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